Alea iacta est!

Die Goldschmiedin Juliane Schölß erläutert der Jury die Gedankengänge, die sie zu ihrem Siegerentwurf geführt haben.Alea iacta est! Die Entscheidung ist gefallen: So werden sie aussehen, unsere neuen Abendmahlsgeräte. Aber anders als das Cäsar-Zitat glauben machen könnte, wurde die Entscheidung natürlich nicht ausgewürfelt, sondern von einer zehnköpfigen Jury nach sorgfältiger Prüfung der vier eingereichten Entwürfe und intensiven Beratungen getroffen. Während zwei der eingereichten Entwürfe ziemlich schnell und einstimmig verworfen wurden, ging es bei der Endauswahl richtig eng zu. Aber schließlich fand sich doch eine klare Mehrheit für den Vorschlag der renommierten Goldschmiedin Juliane Schölß. Dieser gefiel durch seine klare und zweckmäßige Formgebung ebenso wie durch die gestalterische Zurückhaltung, in der er sich dem Karolinenkelch als prunkvollem Mittelpunkt der Vasa Sacra sowohl anpasst als auch unterordnet. Schon die Papiermodelle der Vasa Sacra lassen erahnen, wie gut Kelche, Kanne und Schalen mit  dem Karolinenkelch harmonieren werden. Schließlich ist die gekonnte Kombination historischer und moderner Formensprachen ein probates Mittel stilvoller Gestaltung.Besonderen Beifall fand die Idee, von den Brotschalen zunächst Wachsmodelle anzufertigen, die durch die Berührung der Hände unserer Gemeindeglieder ihre Oberflächenstruktur erhalten und dann in Silber gegossen werden sollen – welch schöne Symbolik für ein Gefäß, das gemäß seiner Bestimmung in der Abendmahlsgemeinschaft von Hand zu Hand wandern soll!